Das erste Jahr mit Bienen

Veröffentlicht am 18.01.2017
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Das erste vollständige Kalenderjahr mit Bienen ist zu Ende: Zeit, Rückschau zu halten und in das neue Jahr zu blicken.

Beide Völker sind unspäktakulär durch den milden Winter gekommen. Am 01.04. habe ich von eins auf drei erweitert, also den zweiten Brutraum sowie den Honigraum gleichzeitig gegeben. Den Brutraum habe ich allerdings untergesetzt. Zu diesem Zeitpunkt besetzten die Völker sechs bzw. sieben Wabengassen.

Honigabfüllung

Am 01.06. konnte ich voller Stolz zum ersten Mal Honig ernten. Die Schleuderung ergab 12,5 kg bzw. 9 kg hellen und klaren Honigs. Die zweite Ernte am 22.07. ergab je Volk nochmals ca. 15 kg. Insgesamt habe ich somit in meinem ersten Jahr etwas mehr als 50 kg Honig geerntet. Dies spricht dafür, dass der Standort in unserem Garten wirklich ertragreich ist. In der Umgebung finden sich viele Obstbäume, Linden und Akazien. Auch Brombeerbüsche gibt es reichlich. Die umliegenden Hausgärten und die Kleingartenanlagen scheinen auch im späten Sommer immer noch ein gutes Nektarangebt zu liefern. So habe ich nur sehr wenig aufgefüttert, da die Bienen von sich aus ordentlich Winterfutter eingelagert hatten.

Die Schwarmkontrolle hat sich als etwas aufwändiger dargestellt, als gedacht. Die Kippkontrolle behagt mir nicht sehr, da ich das Gefühl habe, das Volk jedesmal komplett auseinander zu reißen. Meine Überlegungen, auf eine Betriebsweise mit einem Brutraum (Dadant oder Zander einzargig) zu wechseln, habe ich aber zunächst verworfen, da ich erstmal in einem System meine Erfahrungen sammeln möchte, bei dem ich mir auch gut Ratschläge im Verein holen kann.

Beide Völker unterscheiden sich in ihrem Charakter wirklich sehr. Während das ein recht lebendig erscheint und mich bei entsprechender Witterungslage gelegentlich anfliegt, ist das andere Volk sehr ruhig und lässt sich hervorragend bearbeiten. Von diesem ruhigen Volk habe ich einen Ableger gebildet, der eine sehr schöne und fleißige Königin herangezogen hat.

Schwarmfänger

Ein Volk ist geschwärmt. Ich konnte den Schwarm zwar einfangen, hatte aber für den recht großen Schwarm nur eine Vierwaben-Ablegerbeute im Lager. Noch bevor ich den Schwarm umlogieren konnte, hatte er beschlossen, auszuziehen. Der verbliebene Rest war leider nicht überlebensfähig. Einen weiteren Schwarm habe ich später im eigenen Garten angefangen. Dieser hat sich im weiteren Verlauf des Jahres sehr gut entwickelt. Eigentlich hätte er sogar einen Honigraum vertragen. Ich habe darauf aber verzichten.

Wie auch schon bei den Ablegern im vergangenen Jahr habe ich die Behandlung mit Ameisensäure recht spät vorgenommen. Hier muss ich im neuen Jahr meine Zeitplanung verbessern. Allerdings war in diesem Jahr die Witterungslage deutlich günstiger.

Der Spätsommer und Herbst waren davon geprägt, Honig abzufüllen und Waben einzuschmelzen. Mittlerweile ist gut die Hälfte des Honigs verkauft. Ich hätte nicht gedacht, wie hoch die Nachfrage aus dem Freundes- und Bekanntenkreis ist. Mittlerweile habe ich bereits eine Warteliste, so dass ich unbedingt weitere Gläser abfüllen muss.

Das neue Jahr 2017 starte ich nun mit vier Wirtschaftsvölkern. Für mich selbst möchte ich zwei Ableger bilden und vielleicht schaffe ich es sogar, einige weitere Ableger für den Verkauf herzurichten. Außerdem bin ich auf der Suche nach einem weiteren Standplatz in der näheren Umgebung.

Zunächst aber geht es im Februar zum Apisticus-Tag nach Münster, an dem mich neben den Vorträgen vor allem die Imkermesse interessiert.

Druckdatum: 03.10.2017 – 21:43
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