Der Raum wird knapp

Veröffentlicht am 31.07.2015
Durchschnittliche Lesezeit: ca. 2  Minuten

Die beiden Königinnen haben fleißig Eier gelegt und daher sind mittlerweile so viele Bienen in den Beute, dass sie mehr Raum benötigen: Die zweite Zarge wird aufgesetzt.

In den letzten Wochen war die Situationen für die Bienen recht gut: Warme Tage haben sich mit kühleren abgewechselt, so dass zwischendurch auch immer wieder Zeit war, sich um den Ausbau zu kümmern. Ich habe mich mit dem Füttern ein bisschen zurückgehalten, weil ich vermeiden wollte, dass aller verfügbarer Platz mit Vorrat belegt wird und die Königin zu wenige freie Zellen zur Eiablage findet.

Gewichtsverlauf der VölkerGewichtsverlauf der Völker (netto-Gewicht ohne Beuten, Rähmchen, Mittelwände)

Allerdings war ich anscheinend etwas zu vorsichtig, denn ich habe das Gefühl, dass die Bautätigkeit nur zögerlich verlief. Auf der anderen Seite habe ich bei meiner Durchsicht am 29.07. zu meiner Zufriedenheit feststellen können, dass jedes Volk sechs Waben mit Brut in allen Stadien gefüllt hat. Das bedeutet, dass in den nächsten Tagen (es ist auch viel verdeckelte Brut dabei) wieder viele Jungbienen schlüpfen werden. Auch wenn natürlich einige der heute lebenden Bienen dann nicht mehr da sein werden, benötigt das Volk mehr Platz. Ich habe daher eine zweite Zarge aufgesetzt; alle Rähmchen sind mit Mittelwänden versehen.

Außerdem habe ich nun von der Fütterung mit Marmeladengläsern auf die Futterzarge gewechselt. Diese nimmt den Platz von zwei Rähmchen in Anspruch und wird genau wie diese einfach in die Zarge gehägt. Sie hat den Vorteil, dass ich nun mehr Futter in einem Schwung geben kann. Da die Ableger mittlerweile größer geworden sind, sollte dies kein Problem darstellen. Kleinere Völker benötigen manchmal zu lange, um das Futter abzunehmen, so dass dieses je nach Witterung verderben kann.

Zunächst war ich etwas besorgt, ob die Bienen das Futter in der neuen Zarge finden werden. Schließlich liegt es ja recht weit von den bisher besetzten Waben entfernt. Heute habe ich einen Blick in die Beuten geworfen und gesehen, dass bereits ettliche Bienen nach oben gewandert sind. Tatsächlich haben sie die knapp zwei Kilogramm Futter schon nach zwei Tagen vollständig eingelagert.

Spannend wird nun sein, in welcher Zeit die neuen Mittelwände ausgebaut und als Brut- bzw. Futterwaben angelegt werden. Ich plane, bis Mitte August mit mehreren kleinen Futtergaben pro Woche kontinuierlich zu füttern. Denn Tracht ist nicht mehr in relevanter Menge zu erwarten. Pollen wird derzeit noch eingetragen und als Proteinquelle eingelagert. Dies ist wichtig für die noch ausstehende Brut, denn die diesjährige Königin steht erst kurz vor der Höhe ihrer Legetätigkeit. Ältere Königinnen dagegen (aus dem letzten Jahr oder älter) fahren ihre Legetätigkeit bereits zurück.

Ab Mitte August werde ich eine erste größere Gabe Futter anbieten, die zweite folgt Anfang September. Anschließend wird die Varroa-Behandlung mit Ameisensäure durchgeführt. Ab dann ist Ruhe bis zur Oxalsäure-Behandlung im Dezember. Und im kommenden Jahr geht es erst richtig los …

Druckdatum: 03.10.2017 – 21:43
Die Originalseite finden Sie unter http://localhost:4000/2015/07/31/der-raum-wird-knapp.html